Logo Mediathek Hessen
Video und Audio aus Hessen.

Radar e. V. - Radio Darmstadt

Aurel Jahn 6038 Klicks | 14:29 Uhr, 13.03.2013

GEMA kills Music

Seit dem klar wurde, daß die GEMA mit der „Tarifreform 2013“ für Diskotheken Tanzschulen etc. eine Preiserhöhung auf das Vielfache plant, schwindet auch langsam die bedingungslose Unterstützung durch die Politik.
Prompt präsentiert die GEMA eine „Einigung“, allerdings mit einem Strohmann.
Mit nicht einmal einem Monat Vorlaufzeit konfrontiert die GEMA die ahnungslosen DJs via Facebook mit der Forderung, diese sollen 0,14 EUR im Jahr für jedes Musikstück, das sie besitzen zahlen.
Ich vertraue auf das deutsche Patent und Markenamt, daß schon mehrfach deutlich gemacht hat, daß bei Forderungen der Art mit 10 % die absolute Obergrenze erreicht ist.
Ich behaupte: die GEMA strebt genau diese 10 % (also das absolute Maximum) an.
Offenbar wurde hier gezielt eine Berufsgruppe ausgesucht, die kaum organisiert ist und schon gar keine Lobby hat, um diese schnell überrumpeln zu können.
Wenn eine CD in .mp3 umgewandelt ist, um die (legal erworbene) Musik auch abspielen zu können, wurde dadurch kein Kauf sublimiert.
Legal erworbene Musik muß legal bleiben, alles andere ist gestohlen!
Es reicht schon, daß die GEMA für gemeinfreie und CC lizenzierte Musik Geld verlangt und damit etwas verkauft, ohne es zu besitzen.
Der juristische Kunstgriff nennt sich „GEMA Vermutung“ legal, aber alles andere als legitim.
Wenn die GEMA mich, mit der neuen Tarifschöpfung, zwingt mein Musiksortiment auf den Mainstream zu reduzieren, teile ich das den betroffenen Künstlern auch mit.
GEMA kills Music

Kein Wunder, daß es wieder eine Petition gegen die GEMA gibt.