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HessennewsTV 3248 Klicks | 17:31 Uhr, 01.04.2015

Unwetter in Hessen

Das Wetter in Deutschland zeigt sich wieder einmal von seiner übelsten Seite. Sturm, Dauerregen, Gewitter und Schneefall sorgen für ein totales Chaos auch in Hessen. Wer am ersten April morgens aus dem Fenster sieht, glaubt fast an einen Aprilscherz. Schnee so weit das Auge reicht. Besonders hier in Nordhessen fällt jede Menge der weißen Pracht, fast wie im Winter.

In der Nacht zuvor jedoch sah das noch alles anders aus. Zwar nur vereinzelt mal ein paar Flocken, aber dafür extreme Winde und zwischendurch auch mal ein Gewitter. Die starken Böen jedoch haben es in sich. Gegen 12.45 Uhr krachte in Kassel Wolfsanger ein Baum auf einen parkenden BMW. Zum Glück wurde hierbei niemand verletzt, denn im Fahrzeug befanden sich keine Insassen. Sehr schnell war die Feuerwehr zur Stelle und nahm sich der Entsorgung des Baumes an.

Etwas mehr zu tun hatte da die Berufsfeuerwehr in Kassel Harleshausen. Ein Anwohner bemerkte dass ein Baum eine bedrohliche 45° Seitenlage bekommen hatte und nur noch vom Dach eines Carports gehalten wurde. Ein zweiter Baum drohte ebenfalls umzustürzen. Zunächst sicherte der Mann die Gefahrenstelle ab, danach rief er die Feuerwehr.
Hier war schnell klar, so einfach wird dieser Einsatz nicht abzuarbeiten sein. Drehleiter und Kran waren nötig die beiden Bäume zunächst zu sichern und dann zu entfernen.
Auch in den nächsten Stunden war nicht mit einer Wetterbesserung zu rechnen. Ganz im Gegenteil. Der deutsche Wetterdienst gab erneut Sturmwarnungen für die Nacht auf Mittwoch heraus und die blieben dann auch nicht aus. Hier in im Werra Meisner Kreis durchschlug ein abgerissener Ast die Frontscheibe einer Tram und verletzte den Fahrer. Zehn Fahrgäste mussten von der Feuerwehr evakuiert werden.

In Bad Karlshafen wütete der Sturm ganz besonders heftig. Überall umgefallene Bäume, die Feuerwehr im Dauereinsatz. Gegen 20.25 Uhr sorgt der Sturm auf einem Campingplatz für eine Katastrophe. Durch den starken Wind werden mehrere Wohnwagen durch die Luft geschleudert. Ein 32-jähriger Mann und seine 13-jährige Stieftochter konnten sich gerade noch in Sicherheit bringen und wurden hierbei leicht verletzt. Die 34-jährige Mutter wurde zwischen zwei Wohnwagen eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden.

Die Frau wurde schwer, jedoch nicht lebensbedrohlich verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Mittlerweile scheint der schlimmste Teil des Sturms überstanden. In den kommenden Nacht soll sich das Wetter dann wieder komplett beruhigen.